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Erfahren Sie, wie Sie Ladenbesuche mit Google Ads nachverfolgen

Verfolgen Sie mit Google Ads, wie viele Personen Ihre Filiale nach Anzeigenklick besuchen, und messen Sie den Beitrag Ihres Online-Marketings.

05 Jän 20255Min. LesezeitThomas HaurumThomas Haurum

Möchten Sie wissen, wie viele Menschen Ihr Geschäft, Ihre Filialen oder Partner-Shops besuchen, nachdem sie auf eine Google-Anzeige geklickt haben? Und möchten Sie herausfinden, wie viel Ihnen diese Besuche in Euro und Cent wert sind? Dann lesen Sie weiter.

Omnichannel mit Google Ads

Omnichannel wird immer beliebter. In den letzten Jahren ist es eines der zentralen Gesprächsthemen im Marketing. Besonders relevant ist das für stationäre Einzelhändler, die verstärkt in Lead-Generierung über Websites oder Online-Shops investieren. Eines der größten Probleme, das ich häufig höre, ist das Tracking. Typische Fragen sind zum Beispiel: „Wie viele Menschen kommen nach einem Klick auf meine Google Ads tatsächlich in den Laden?“ und „Lohnt sich das Google-Ads-Budget überhaupt verglichen mit dem Umsatz im Laden?“

Ebenso sehe ich häufig, dass Unternehmen Kampagnen, die online keine Bestellziele oder das gewünschte ROAS erreichen, zurückfahren oder pausieren – auch wenn sie nachweislich Umsätze im Laden fördern. Damit bremsen sie sich, statt ihr Wachstum zu skalieren.

In diesem Artikel zeige ich, wie Sie mit Google Ads nachvollziehen können, wie viele Ladenbesuche Ihre Anzeigen wirklich generieren – und wie Sie diese Daten für Ihr ROAS nutzen.

Was sind Ladenbesuchskonversionen?

Ladenbesuche beziehungsweise deren Konversionen gibt es schon seit einigen Jahren in Google Ads. So funktioniert es:

Eine Person ist in ihr Google-Konto eingeloggt und hat den Standortverlauf in den Kontoeinstellungen aktiviert.
Die Person besucht anschließend Ihr Geschäft oder Partner-Geschäfte, in denen Sie Ihre Produkte verkaufen.
Google ordnet den physischen Besuch der Person im Geschäft ihrem Webseitenbesuch zu. Außerdem nutzt Google eine zusätzliche Bestätigung, indem ausgewählte Personen gezielt zu ihren Ladenbesuchen befragt werden – zum Beispiel, ob sie tatsächlich vor Ort waren.
Schließlich nutzt Google aktuelle und frühere Daten zur Modellierung, um zu berechnen, wie viele Menschen Ihr Geschäft nach einem Anzeigenklick besuchen. Diese Schätzwerte sind dann in den Google-Ads-Berichten für Ladenbesuche sichtbar.

Vorteile

Das Nachverfolgen von Ladenbesuchen in Google Ads bringt Ihnen folgende Vorteile:

  • Sie wissen, welche Kampagnen, Keywords und Geräte die meisten Ladenbesuche generieren.
  • Sie können den Wert aus Ladenbesuchen in Ihre ROAS-Optimierung und die Kampagnenauswertung einbeziehen.
  • Sie können Ihre Omnichannel-Maßnahmen leichter verbessern, indem Sie Ladenbesuche in Smart-Bidding-Strategien einbeziehen.
  • Sie vermeiden den Fehler, erfolgreiche Kampagnen pauschal herunterzufahren, nur weil Online-ROAS-Ziele verfehlt werden – obwohl diese offline zu mehr Umsatz führen. Stellen Sie sich vor, Sie skalieren stattdessen auf.
  • Ihre Performance-Max-Kampagne kann auch „Lokale Kampagnen“ zeigen, etwa bei Google Maps. Mehr zu Performance Max hier.

Voraussetzungen

  • Ihr(e) Geschäft(e) muss/müssen in qualifizierten Ländern liegen, z. B. in Österreich oder Deutschland.
  • Sensible Geschäftsstandorte sind ausgeschlossen, z. B. Orte, die mit Gesundheit, Religion, Sexualität oder Kindern zu tun haben.
  • Ihre Anzeigen müssen über ausreichend Daten aus Klicks oder Impressionen verfügen, und Ihr Unternehmen braucht genug reale Besuche, um Googles Mindestanforderungen zu erfüllen.
  • Aktivieren Sie Standorterweiterungen (oder für Partner-Standorte) in Ihren Kampagnen, damit Google weiß, welche Filialen gemeint sind. Je mehr Kampagnen diese Erweiterung nutzen, desto schneller gibt es genug Daten für die Berichte.
  • Wenn Sie Google My Business für Standorterweiterungen nutzen, stellen Sie sicher, dass alle Standorte bestätigt sind.

Wenn Sie die genannten Voraussetzungen erfüllen, beginnt Ihr Google-Ads-Konto automatisch, Ladenbesuche zu melden. Google legt automatisch eine neue Konversionsaktion namens „Ladenbesuche“ in Ihrem Konto an.

Die Konversion „Ladenbesuch“ in Google Ads unter „Tools und Einstellungen” → „Konversionen.“

So schätzen Sie den Wert Ihrer Ladenbesuche

Direkte Umsätze und Verkäufe aus Ladenbesuchen in Google Ads zu tracken ist aktuell nur mit einer individuellen Integration möglich. Sie können jedoch eine Formel nutzen, um den durchschnittlichen Wert eines Ladenbesuchs zu berechnen:

Berechnen Sie die Kaufquote in Ihren Geschäften

Ermitteln Sie zunächst, wie viele Besucher durchschnittlich pro Tag Ihr Geschäft/Ihre Geschäfte haben und wie viele davon etwas kaufen. Die Kaufquote berechnen Sie so: Anzahl Transaktionen / Anzahl Besucher * 100.

Ermitteln Sie den durchschnittlichen Bestellwert

Bestimmen Sie dann den durchschnittlichen Bestellwert in Ihrem Geschäft/Ihren Geschäften. Falls Sie bereits Umsätze inkl. MwSt. als Conversion Value online nutzen, sollten Sie dies auch hier so handhaben. Die Formel dafür: durchschnittlicher Tagesumsatz in den Geschäften / durchschnittliche Transaktionen pro Tag.

Berechnen Sie den Wert pro Ladenbesuch

Jetzt multiplizieren Sie die Kaufquote im Laden mit dem durchschnittlichen Bestellwert. Das Ergebnis: der theoretische Wert eines Ladenbesuchs in Euro.

So hinterlegen Sie den Wert in Google Ads

Nachdem Sie ermittelt haben, wie viel ein Ladenbesuch wert ist, müssen Sie Google diesen Wert mitteilen. Gehen Sie dafür so vor:

  1. Klicken Sie auf „Tools und Einstellungen“.
  2. Klicken Sie auf „Konversionen“.
  3. Wählen Sie die Konversion „Ladenbesuche“.
  4. Klicken Sie auf „Einstellungen bearbeiten“.
  5. Tragen Sie den berechneten Wert für einen Ladenbesuch ein.
  6. Klicken Sie auf „Speichern“.

Anschließend fügen Sie die Konversion Ihrer Gebotsstrategie hinzu:

  1. Wählen Sie erneut die Konversion „Ladenbesuche“.
  2. Klicken Sie auf „Einstellungen bearbeiten“.
  3. Stellen Sie bei „Optimierungsziel und Aktion“ auf „Primäre Aktion“ um.

Wenn Sie Ladenbesuche nicht für Gebotsstrategien nutzen, sondern nur beobachten möchten, wählen Sie „Sekundäre Aktion“. So erhalten Sie weiterhin Einblicke – ohne Auswirkungen auf die Gebotsoptimierung.

Der große Vorbehalt…

Wie immer gibt es einen Haken: Die Genauigkeit der Ladenbesuchs-Messung.

Der Kunde braucht ein Google-Konto
Google sagt, Nutzer müssen in ein Google-Konto eingeloggt sein, damit ihr Ladenbesuch gemessen werden kann. Viele Menschen haben ein Google-Konto – vor allem durch Android-Telefone, Google-TV, Google Home oder Chrome am PC. Aber nicht alle. Diese können nicht als Ladenbesuch erfasst werden.

Eingeloggt auf dem Google-Konto
Nicht nur ein Konto ist notwendig, sondern der Nutzer muss auch tatsächlich damit auf dem jeweiligen Gerät eingeloggt sein. Nur so kann Google den Webseitenbesuch dem Standort zuordnen.

Standortverlauf aktiviert
Zusätzlich muss die Person den Standortverlauf in den Kontoeinstellungen aktiviert haben. Das ist nicht standardmäßig der Fall, wenn ein Google-Konto erstellt wird – und viele verweigern diese Funktion aus Datenschutzgründen.

GPS-Genauigkeit
Das größte Fragezeichen bleibt die Genauigkeit der GPS-Daten. Google sagt zwar, das GPS ist recht präzise, aber es gibt Unterschiede. Ein Beispiel: Während der Corona-Lockdowns wurden in manchen Berichten trotzdem Ladenbesuche gezählt, obwohl die Geschäfte geschlossen waren. Google nutzt für die Auswertung Modellierungen und historische Daten – gerade an belebten Orten wie Fußgängerzonen kann das zu Verzerrungen führen.

Was heißt das in Summe?
Google kann nicht zu 100 % genau tracken. Auch Google Analytics zeigt oft Abweichungen von 10 % oder mehr. Trotzdem ist die Möglichkeit, zumindest einen Teil des Fußverkehrs nach Anzeigenklicks nachvollziehen zu können, einzigartig. Betrachten Sie Ladenbesuche deshalb eher als Richtwert, um die Wirkung Ihrer Kampagnen auf den stationären Traffic einzuschätzen.

Ladenbesuche in Google Analytics

Wenn Sie noch weiter gehen möchten: Auch in Google Analytics können Sie Ladenbesuche erfassen – und sehen so die Performance anderer Kanäle wie SEO, Newsletter oder Facebook beim Generieren von Laden-Traffic. Mehr dazu finden Sie hier.

Starten Sie mit dem Tracking von Ladenbesuchen

Sie möchten mehr darüber erfahren oder brauchen Hilfe bei der Einrichtung? Kontaktieren Sie uns gerne hier.

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