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So kommt Ihre Google Ads Anzeige ganz nach oben

Optimieren Sie Gebotsstrategie, Anzeigenrelevanz und Qualitätsfaktor für maximale Sichtbarkeit bei Google Ads.

18 Jän 20254Min. LesezeitThomas HaurumThomas Haurum
Google Ads Werbung ist eine ausgezeichnete und effektive Möglichkeit, potenzielle Kunden zu erreichen, die gerade jetzt nach Ihrem Produkt oder etwas Ähnlichem suchen. Gibt zum Beispiel ein Nutzer „Spielzeugauto“ in die Google-Suche ein, erscheinen genau in diesem Moment Anzeigen für Spielzeugautos – clever, oder?

Wenn Sie Werbung schalten, möchten Sie selbstverständlich sichtbar sein und Nutzer dazu animieren, Ihre Anzeige anzuklicken, Ihre Website zu besuchen und einen Kauf oder eine andere gewünschte Aktion auszuführen.

Aber was machen, wenn jeder Werbetreibende ganz oben stehen will? In diesem Beitrag erfahren Sie, wie es funktioniert. Außerdem erfahren Sie, was Sie tun können, wenn der Klickpreis zu hoch ist und warum Sie nicht unbedingt ganz oben stehen müssen.

Inhalt dieses Beitrags:

  1. Wie kommt Ihre Anzeige nach oben?
  2. Hilfe, es ist zu teuer, oben zu stehen…
  3. Warum Sie nicht immer ganz oben stehen müssen
  4. Ich bin oben, bekomme aber kaum (relevanten) Traffic

1. Ich will, dass meine Ads-Anzeige ganz oben steht – was tun?

Bevor Sie Ihre Ads-Kampagnen starten, sollten Sie wissen: Google betreibt Ads als Geschäftsmodell – Anzeigen, die zu Klicks und zufriedenen Kunden führen (die finden, was sie suchen), werden bevorzugt ausgespielt. Fair, oder?

Stellen Sie sich das wie eine Auktion vor – so lässt sich verstehen, wie Anzeigen ausgewählt werden.

Die Zeiten, in denen nur das Gebot (wie viel Sie pro Klick zahlen möchten) entschied, sind jedoch vorbei. Heute ist die Relevanz einer der wichtigsten Faktoren.

Was bedeutet Relevanz für meine Anzeige?

Relevant ist zum Beispiel, wenn Ihr Anzeigentext das Wort „Spielzeugauto“ enthält und auf eine Seite Ihrer Website verweist, auf der es um „Spielzeugautos“ geht. Google erkennt das und belohnt hohe Relevanz – dazu unten mehr.

Was bestimmt die Anzeigenposition – Ad Rank

Bei Googles „Auktion“ zählen im Wesentlichen diese drei Elemente:

  1. Gebot
  2. Qualitätsfaktor
    • erwartete Klickrate
    • Anzeigenrelevanz und
    • Nutzererlebnis auf der Landingpage
  3. Erwarteter Einfluss von Anzeigenerweiterungen/-formaten

1. Gebot

Ein zentraler Punkt bei der Auktion ist natürlich das Gebot. In Ads bekommen Sie Hinweise, wie viel Sie pro Klick zahlen müssten (diese Werte sollte man aber mit Vorsicht betrachten). Zu Gebotsstrategien wird hier nicht eingegangen, mehr dazu finden Sie hier.

Wichtig: Sie können sich keinen Top-Platz einfach kaufen. Wie erwähnt, ist Relevanz entscheidend, damit Ihre Anzeigen ausgespielt werden. Google will die relevantesten Anzeigen zeigen – nur so bleibt Ads wertvoll.

Tipp: Möglicherweise erhalten Sie den Vorschlag, automatisierte Gebotsstrategien zu nutzen. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie keine Zeit für manuelle Optimierung haben – aber Vorsicht: So geben Sie Kontrolle ab und Ihr Tagesbudget kann für Top-Positionen schnell aufgebraucht sein.

2. Qualitätsfaktor

Der Qualitätsfaktor spiegelt sowohl Relevanz als auch Kampagnenleistung wider.

  • Erwartete Klickrate – Google erwartet, dass Nutzer klicken. Passiert das selten, sinkt Ihr Qualitätsfaktor – und der Klickpreis steigt.
  • Anzeigenrelevanz – das gewünschte Keyword (z. B. Spielzeugauto) sollte auch im Anzeigentext stehen. Das belohnt Google mit einem besseren Qualitätsfaktor.
  • Landingpage – wie schnell und einfach findet der Nutzer, was er sucht? Die Zielseite sollte benutzerfreundlich, schnell (auch mobil) und übersichtlich sein.

3. Erwarteter Einfluss von Anzeigenerweiterungen/-formaten

Sie können Ihren Anzeigen durch Zusatzinfos wie Telefonnummer, Standort oder Links zu Unterseiten mehr Relevanz verleihen.

Erweiterungen bringen Vorteile:

  • Anzeigen stechen mehr heraus (nehmen mehr Platz ein) und
  • wirken einladender für Klicks (bessere Klickrate)

Ob Erweiterungen angezeigt werden, entscheidet Ads – und zwar dann, wenn sie die Performance verbessern könnten. Manchmal werden sie nicht eingeblendet.

Tipp: Damit Erweiterungen erscheinen, muss die Anzeige in der Regel bereits relativ weit oben stehen. Das wirkt sich also gegenseitig positiv aus. Erweiterungen können helfen, Ihren Ad Rank zu erhöhen – Sie müssen dafür aber bereits hoch genug gerankt sein.

Tipp: Behalten Sie Ihren Qualitätsfaktor im Blick. So sehen Sie, warum Ihre Anzeigen an Sichtbarkeit verlieren könnten und können reagieren (Keywords > Qualitätsfaktor anzeigen).

 

2. Hilfe, es ist zu teuer, oben zu stehen…

Sollte es an der Spitze zu teuer sein und nähert sich der Klickpreis Ihrer maximalen Zahlungsbereitschaft, gibt es verschiedene Alternativen.

Beispiel: Viele suchen bei Google nach „Spielzeugautos“. Viele Wettbewerber schalten zu diesem Keyword Ads.

Nutzen Sie dieses Keyword, erhalten Sie zwar viel Traffic, doch eine breite Suche bedeutet nicht automatisch Kaufbereitschaft. Viele wollen vielleicht nur vergleichen oder sich informieren.

So senken Sie Ihre Klickpreise (meist deutlich):

  1. Präzisere Keywords – denken Sie darüber nach, Ihr Produkt spezifischer zu beschreiben. Zum Beispiel statt „Spielzeugauto“ „Metallspielzeugauto“ oder „Feuerwehr-Spielzeugauto“. Diese Keywords sind oft günstiger, auch wenn das Suchvolumen niedriger ist. Dafür passt Ihr Angebot dann perfekt zur Suche – und die Abschlusswahrscheinlichkeit steigt.
  2. Varianten Ihres besten Keywords – Sie können Ads erlauben, Ihre Keywords mit mehr oder weniger genauen Varianten zu matchen. Testen Sie die unterschiedlichen Match-Typen:
    • genau passend (exact match)
    • Wortgruppe (phrase match),
    • modifizierte breite Übereinstimmung. Ads empfiehlt oft den „broad match“ – nutzen Sie das gezielt, sonst erhalten Sie viele irrelevante Klicks.
  3. Lokale Ausrichtung (z. B. „Bauunternehmen Herning“) – Kombinieren Sie Ihr Keyword mit dem Ortsnamen. Dadurch werden die Gebote günstiger. Das ist allerdings mehr Aufwand, weil Sie mehrere Kampagnen/Anzeigen brauchen. Eigene Landingpages pro Region erhöhen die Relevanz zusätzlich.
  4. Tagesbudget effizienter nutzen
    • Schlechte Tageszeiten vermeiden – schalten Sie Ihre Anzeigen z. B. nachts aus (Einstellungen > Anzeigenschaltung).
    • Regionen ausschließen oder Gebote dort senken, wo kaum Umsatz entsteht (Einstellungen > Standorte)
      Tipp: Legen Sie am besten gleich zu Beginn Ihre wichtigsten Regionen fest. Bei viel Traffic können Sie später auf Städteebene erweitern.
    • Budget für teure Keywords begrenzen – manche Begriffe holen viel Traffic, binden aber zu viel Budget. Legen Sie für diese Begriffe eigene Kampagnen/Budgets an, damit die günstigeren Begriffe nicht zu kurz kommen.
  5. Eigene Marke/Firmenname als Keyword – Klickpreise auf Ihren Markennamen sind oft günstig. Ist Ihre Marke bekannt, bekommen Sie so viel Traffic und Conversions ohne große Margenverluste. Trotzdem sollten Sie auch generische Begriffe (z. B. Produkttyp) bewerben – sonst verlieren Sie Suchende, die Ihre Marke nicht kennen oder sich an den Namen nicht erinnern.

Tipp: Prüfen Sie, mit welchen Suchbegriffen Nutzer zu Ihnen kommen. Das inspiriert zu neuen Keywords oder Kampagnen (Keywords > Suchanfragen). Eigene Anzeigentexte mit hoher Keyword-Übereinstimmung helfen, den Qualitätsfaktor schnell zu steigern und Klickpreise zu senken.

Wichtig: Ordnen Sie Ihre Keywords nach Typ. Mischen Sie keine verschiedenen Match-Typen in einer Anzeigengruppe. Teilen Sie z. B. nach exact/phrase und broad modifier auf – so steuern Sie Gebote genauer und kontrollieren die Kosten besser.

Denken Sie auch an andere Wege, in der Google-Suche sichtbar zu werden – mehr dazu: Vier Positionen auf Seite 1 von Google belegen

 

3. Warum Sie nicht ganz oben stehen müssen

Klar, es fühlt sich gut an, mit der Anzeige sogar vor großen Marken zu stehen.

Das schmeichelt dem Ego.

Doch was, wenn die Anzeige darunter mehr Klicks bekommt … das ist frustrierend.

Diese Situation können Sie nutzen: Stellen Sie sich unter Ihren Wettbewerber auf Platz 1 und schreiben Sie eine bessere Anzeige, die mehr Nutzer anspricht.

Studien zeigen: Die oberste Anzeige bekommt nicht immer die meisten Klicks (Klickrate) – das ist je nach Branche unterschiedlich. Sie können also aktiv beeinflussen, wie viele Nutzer auf Ihre Anzeige klicken.

Anzeigentext – auch auf Platz 2 oder 3 mehr Klicks erzielen

Kennen Sie Ihr Produkt und Ihre Kunden besser als die Konkurrenz.

  1. Ihr Produkt – welche Vorteile hat der Kunde wirklich?
    • Eigenschaften – etwa außergewöhnliche Robustheit
    • Nutzen – zum Beispiel besondere Langlebigkeit
    • Wert – wie Kostenersparnis, Unsicherheiten vermeiden.
      Gerade das letzte motiviert Nutzer oft zum Handeln. Zeigen Sie, was Ihr Produkt kann UND machen Sie es persönlich relevant für den Kunden.
  2. Ihre Kunden
    • Was wollen sie wirklich?
    • Wie wird Ihr Produkt verwendet?
    • In welchen Situationen?

Je besser Ihre Kenntnisse, desto gezielter können Sie perfekte Anzeigentexte schreiben.

Tipp: Oft erzielen Sie noch bessere Resultate, wenn Sie im Text auf Verluste eingehen statt nur Vorteile zu nennen: „Nicht verpassen wegen Ausverkauf“, „Schon schlaflose Nächte?“ …

Inhalt – von anderen Anzeigen abheben

Früher funktionierte es sehr gut, einen fixen Preis anzugeben – das geht immer noch.

Aber: Machen das alle oder schreiben alle „xx% Rabatt“, fällt Ihre Anzeige nicht mehr auf, und Sie wollen wahrscheinlich nicht im Rabattwettlauf landen.

Seien Sie anders – und zeigen Sie Ihre besonderen Vorteile.

Vielleicht ein interessantes Abo-Modell? Oder blitzschneller Service/Versand?

Sätze wie „Sehen Sie, wie günstig/unbürokratisch unser Angebot/Ratenmodell für Sie wäre“ können viel Traffic bringen. Anschließend müssen Sie natürlich liefern.

Anzeigenformat & Design

Es gibt jetzt breitere Formate mit mehr Platz – nutzen Sie die Möglichkeiten! Viele Mitbewerber verzichten noch darauf.

Machen Sie es Nutzern leicht – Anzeigenerweiterungen

Fügen Sie direkt Links zu Unterseiten (Sitelinks) hinzu, damit bessere Nutzer schneller ans Ziel kommen – oft wird direkt darauf geklickt.

Mobilsuche

Mehr als die Hälfte aller Suchanfragen findet mobil statt.

Unterwegs ist das Navigieren oder Finden des passenden Angebots oft umständlich.

Tipp: Machen Sie es leicht, vom Handy aus Kontakt aufzunehmen. Mit einer Anruferweiterung erscheint eine Telefonnummer – per Klick ruft der Kunde direkt an. Das bringt schnelle Ergebnisse.

Noch ein Tipp …

Tipp: Sind Sie oft unterwegs und nicht immer erreichbar, lohnt sich eine SMS-Erweiterung. So können Interessenten direkt eine SMS schicken.

Glückwunsch!

Durch konsequente Optimierung steigt Ihr Qualitätsfaktor und damit auch Ihr Anzeigenrang – Sie stehen jetzt ganz oben, ohne Ihr Gebot auf Konkurrenzniveau anheben zu müssen. Herzlichen Glückwunsch!

 

4. Ich bin oben, bekomme aber kaum (relevanten) Traffic

Sie erhalten viele Klicks über Ads, aber zu wenige Verkäufe oder Abschlüsse?

Das sollten Sie überprüfen:

  1. Die richtigen Keywords? „Billiges Auto“ z. B. bringt viel Traffic – aber sind Ihre Preise wirklich so günstig?
    Tipp: Nutzen Sie die Suchanfragen-Auswertung in Ads (Keywords > Suchanfragen), um zu sehen, wonach wirklich gesucht wird.
  2. Ihre Anzeigentexte – wecken Sie die richtigen Erwartungen? Vielleicht bietet Ihr Produkt keine Top-Qualität – seien Sie ehrlich und präzise, damit Sie die passenden Nutzer auf Ihre Seite führen.
    Wenn Sie nur lokal und nicht bundesweit anbieten: Kommunizieren Sie das klar im Anzeigentext!
  3. Ihre Landingpages – ist der Traffic wirklich relevant? Oder schöpfen Sie das Potenzial Ihrer Seite nicht aus? Conversion-Optimierung wird immer wichtiger, um Traffic zu maximieren, aber auch weil Ads Ihre Kampagne daran bewertet (Qualitätsfaktor/Klickpreis).
  4. Ist Ihr Kaufprozess länger als gedacht? Kommen viele Nutzer mehrfach vor dem Abschluss zurück?
    • Überlegen Sie, wie Sie Interessenten halten können: z. B. durch Download-Guides (per Mail), Newsletter-Anmeldung, kostenlosen Rückrufservice, Live-Chat …
    • Nutzen Sie Remarketing: Schalten Sie gezielt Anzeigen für Nutzer, die Ihre Seite schon besucht haben:
      1. Displayanzeigen (visuell) – oft günstiger, da Kunden direkt zurückkehren
      2. RLSA – bieten Sie gezielt für User, die Ihre Seite bereits besucht haben

Google gibt viele Tools, um geeignete Keywords zu finden – aber auch Ihre Erfahrung zählt, wenn es darum geht, wie Ihre Kunden suchen würden.

Tipp: Fragen Sie Ihre Verkaufs- oder Telefonmitarbeiter, wie Nutzer ihre Wünsche ausdrücken – daraus entstehen oft neue Keywords oder Anzeigenideen.

Testen Sie Ihre Anzeigen

Erstellen Sie pro Anzeigengruppe mehrere Versionen und testen Sie – manchmal reicht eine kleine Änderung für große Unterschiede! Vergessen Sie die Tests nicht.

Auch wenn Sie gestern noch ganz oben standen, kann Ads heute eine andere Anzeige bevorzugen. Prüfen Sie regelmäßig die durchschnittliche Anzeigenposition (Keywords > Spalte „Durchschnittliche Position“).

Fazit:

Akzeptieren Sie, dass es manchmal einfach teuer ist, ganz nach oben zu kommen – auch wenn Sie alles richtig machen.

Dann kommt es auf Ihre Verkaufsfähigkeiten an: Nutzen Sie den Traffic voll aus. Bestehende Kunden weiterzuverkaufen ist oft leichter und günstiger als neue zu gewinnen.

Mit gutem Service und kontinuierlicher Betreuung bauen Sie trotzdem ein erfolgreiches Unternehmen auf – denken Sie an den Customer Lifetime Value und Ihren Gesamtumsatz.

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