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Lerne BERT kennen – Googles neuer Algorithmus

BERT ist Googles neuer Algorithmus, der Suchergebnisse präziser macht, indem er Kontext und Relevanz deiner Suchanfragen versteht.

07 Jän 20254Min. LesezeitIeva TreilihaIeva Treiliha

BERT ist Googles neuestes Algorithmus-Update und könnte die SEO-Landschaft nachhaltig verändern. BERT ist ein großer Schritt für Google, die Suchanfragen der Nutzer besser zu verstehen.

BERT wurde erstmals letztes Jahr eingeführt. Die Bezeichnung BERT steht für Bidirectional Encoder Representations from Transformers.

Das bedeutet, BERT kann den Sinn eines Wortes erkennen, indem auch die Wörter davor und danach berücksichtigt werden. Wenn alles nach Googles Plan läuft, sorgt BERT für ein viel besseres Verständnis von Suchanfragen als bisherige Modelle, bei denen Wörter einzeln verarbeitet wurden.

In diesem Beitrag erfährst du mehr über:

Was bedeutet BERT für dein Keyword-Ranking?

Aktuell befindet sich BERT noch in einer Testphase. Bislang setzt Google verschiedene BERT-Modelle ein, um Suchanfragen besser zu verstehen. Langfristig wird sich BERT aber auf die normalen Suchergebnisse und die Featured Snippets auswirken.

Momentan wird BERT nicht bei 100% der Suchanfragen genutzt. Zurzeit kommt BERT nur bei jeder zehnten englischsprachigen Suchanfrage in den USA zum Einsatz. Google gab an, dass der Algorithmus so komplex ist, dass das bestehende Hardware-Limit erreicht wird – dies ist wohl der Grund für die begrenzte Nutzung.

Bevor du deine SEO-Strategie komplett umstellst, denke daran: BERT analysiert Suchanfragen – nicht Websites.

Nichtsdestotrotz kann das BERT-Update großen Einfluss auf deine Onpage-SEO haben. SEO-Experten müssen die Suchintention stärker berücksichtigen. Halbherzige Inhalte werden mit BERT weniger erfolgreich sein.

BERTs Einfluss auf die Suchergebnisse

Google hat BERT und weitere Varianten getestet und einige anschauliche Beispiele veröffentlicht, wie sich Suchergebnisse durch BERT verändern. Den ganzen Artikel findest du hier.

  • „2019 brazil traveler to usa need a visa”

Dieses Beispiel zeigt: Vor BERT lieferte die Suche ein Ergebnis, das über Visafreiheit bei Reisen von US-Bürgern nach Brasilien informiert. Das ist aber falsch, denn gesucht wurde nach Visa-Informationen von Brasilien in die USA.

So demonstriert BERT, wie Suchanfragen genauer und eindeutig interpretiert werden, weil BERT wie die Frage gestellt wird, besser versteht.

  • „do estheticians stand a lot at work”

Früher wurde das Wort „stand“ mit beliebigen Treffern wie etwa „stand-alone“ verbunden. Doch das war nicht das, was die Nutzer suchten. Im zweiten Ergebnis zeigt BERT, dass „stand“ sich auf körperliche Anforderungen im Beruf bezieht – das Ergebnis ist passender.

  • „parking on a hill with no curb”

Hier tut sich Google schwer mit der Interpretation des Wortes „no“. Google achtet zu sehr auf „park on a hill“ und „curb“ und gibt ein irrelevantes Ergebnis zurück.

BERT hingegen bezieht alle Worte ein und erkennt die entscheidenden Nuancen, die das Ergebnis ausmachen.

BERT und die Suchintention der Nutzer

Wie schon öfter betont: Es zählt zunehmend die Suchintention, nicht die reine Keyword-Dichte. Früher galt es als Trick, das Hauptkeyword möglichst oft im Text unterzubringen, um Top-Positionen zu erreichen.

Das ist heute überholt. Wir schreiben mittlerweile für Leser und Kunden. Es gibt drei Arten von Keywords, je nach Suchintention:

  • Informations-Keywords – Nutzer suchen nach Infos zu einem Thema, z.B. „Wie funktioniert Linkbuilding?“
  • Navigations-Keywords – Gesucht werden bestimmte Infos, aber der genaue Fundort ist nicht klar, z.B. „Wemarket Adresse“ oder „Wemarket Kontakt“
  • Transaktions-Keywords – Nutzer suchen meist ein Produkt oder eine Dienstleistung, z.B. „iPhone“, „Friseur Herning“ oder „Elektriker Ikast“

Wie die Beispiele zeigen, betrifft BERT vor allem „Informations-Keywords“. Wer für diese weiterhin gut ranken oder besser sein will, sollte verschiedene Varianten von relevanten Informations-Keywords abdecken. Mehr über Keyword-Typen und Suchintention liest du hier.

Das Ziel ist eine klare Antwort auf die Nutzerfrage, nicht ein 2.000 Wörter langer Blogbeitrag voller exakter Keyword-Wiederholungen.

BERT und E-A-T

Google hat zwar nichts bestätigt, aber einige SEO-Experten vermuten, dass BERT das jüngste große Update E-A-T unterstützt – das steht für Expertise, Autorität und Vertrauen.

Google setzt sich aus vielen Algorithmus-Schichten zusammen. Laufend werden Algorithmen aktualisiert und neue ergänzt, um das Produkt zu verbessern und Nutzern die besten Antworten zu liefern.

E-A-T fokussiert sich auf Inhaltqualität und gibt qualitative Leitlinien. BERT ist ein Sprach-Algorithmus. Sie funktionieren also unterschiedlich, verfolgen aber dasselbe Ziel.

Googles Updates sind keine Insellösungen, sondern greifen ineinander. Es gibt tausende Schichten, die gemeinsam die Suchergebnisse optimieren. Mehr zu Algorithmus-Updates liest du hier.

Mythen über BERT

Zurzeit kursieren viele Spekulationen und Clickbait rund um BERT. In der SEO-Branche wird viel diskutiert, was BERT für die tägliche Arbeit bedeutet – oft ohne wirkliches Verständnis. Hier die häufigsten Mythen:

Mythos 1: BERT = SEO sollte sich nur auf Longtail-Keywords konzentrieren

BERT verlangt nicht, dass deine Website zwingend auf Longtail-Keywords ausgerichtet ist. Die Hauptaufgabe von BERT ist es, die Suchintention der Nutzer besser zu verstehen und daraufhin die Suchergebnisse abzustimmen.

BERT will die Nutzer verstehen – deshalb empfiehlt es sich auch, beim Content zuerst die Leser und nicht die Suchmaschine im Blick zu haben. Google empfiehlt das schon lange als Best Practice. Es ist wahrscheinlich, dass eine BERT-Variante 2020 auch in Österreich/Deutschland startet – SEO-Strategien sollten darauf eingestellt werden.

Mythos 2: BERT hat keine Auswirkung auf dein SEO

Einige meinen, der Algorithmus sei unwichtig. Doch Google selbst sagt, dass BERT in den USA jede 10. Suchanfrage beeinflusst – und das ist nur der Anfang. 10% aller Ergebnisse sind viel, gerade wenn BERT auf weitere Sprachen ausgeweitet wird.

Wie groß die Einwirkung auf den deutschsprachigen Markt sein wird, lässt sich noch schwer sagen, denn wann BERT bei uns eingeführt wird, ist offen.

Die Ansicht, BERT hätte wenig Einfluss, basiert meist darauf, dass BERT nur Longtail-Keywords oder missverständliche Suchphrasen betrifft. Manche sehen daher wenig Einfluss auf exakt gematchte Keywords. Sicher ist aktuell aber wenig. Für belastbare Aussagen braucht es mehr Zeit.

Fazit

Momentan findet man zahllose Artikel, Diskussionen und Videos über BERT. Alle wollen vorbereitet sein, aber es lohnt sich, kritisch zu bleiben. Die Meinungen sind gespalten: Manche glauben, BERT revolutioniert SEO, andere bezweifeln die Bedeutung.

Google selbst sagt, BERT ist das größte Update der letzten 5 Jahre. Dass Google das überhaupt kommuniziert, ist ungewöhnlich.

Wir bei WeMarket glauben, BERT wird das SEO nachhaltig verändern. Bleibe auf dem Laufenden über die Entwicklung und hinterfrage Quellen kritisch.

Wenn du Fragen zu BERT hast oder allgemeine SEO-Unterstützung suchst, kannst du uns hier kontaktieren.

Wenn du mehr lesen möchtest, findest du hier aktuelle Blogbeiträge von WeMarket:

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