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Amazon-Kontosperrung: Was tun, wenn Ihr Unternehmen den Zugang zum Marktplatz verliert

Ihr Amazon-Konto wurde plötzlich gesperrt? Erhalten Sie Expertenrat zur Wiederherstellung und Vorbeugung neuer Sperren.

03 Apr 202520Min. LesezeitJens VittrupJens Vittrup

Amazon-Kontosperrung: Wenn Ihr Unternehmen den Zugang zum Marktplatz verliert

Haben Sie plötzlich festgestellt, dass Ihr Amazon-Konto gesperrt wurde? Das kann für jeden Händler eine beunruhigende Erfahrung sein. Eine Sperrung auf Amazon kann Ihren Umsatz von heute auf morgen stoppen und viele Fragen und Frustrationen hervorrufen.

Jedes Jahr erleben Tausende Händler eine Kontosperrung – manchmal aus berechtigten Gründen, manchmal durch Missverständnisse oder Fehler. Unabhängig vom Grund ist es entscheidend zu verstehen, warum Ihr Konto gesperrt wurde und wie Sie es wiederherstellen.

Dieser Leitfaden begleitet Sie durch den gesamten Prozess rund um Amazon-Kontosperrung, Prävention und wie Sie auf die Wiedereinsetzung Ihres Amazon-Kontos hinarbeiten. Wir erklären, was zu tun ist, wenn Ihr Verkäuferkonto gesperrt wurde und wie Sie solche Situationen in Zukunft vermeiden können.

Warum sperrt Amazon Verkäuferkonten?

Amazon nimmt seinen Ruf sehr ernst. Wenn Sie eine Benachrichtigung zur Kontosperrung erhalten, hat die Plattform in der Regel ein Problem festgestellt, das möglicherweise das Kundenerlebnis gefährdet. Hier die häufigsten Gründe für eine Amazon-Kontosperrung:

  • Schlechte Leistungskennzahlen (hohe Rate an Lieferproblemen, A-bis-z-Garantieansprüche, negative Bewertungen)
  • Verkauf verbotener oder eingeschränkter Produkte
  • Verdacht auf Verkauf gefälschter Markenprodukte
  • Verstoß gegen die Richtlinien zur Produktlistung (irreführende Beschreibungen, Bilder, Preise)
  • Verdächtige Aktivitäten oder Sicherheitsverletzungen
  • Mehrere Verkäuferkonten ohne Genehmigung
  • Manipulation von Bewertungen oder Feedback
  • Unzufriedenstellender Kundenservice

Amazon verfährt nach dem Prinzip “Schuldig, bis Unschuld bewiesen ist” – nach Sperrung sind Sie in der Pflicht, sich die Wiederherstellung zu verdienen. Das dient dem Schutz der Kunden und der Integrität des Marktplatzes.

Bei Sperrung erhalten Sie meist eine E-Mail mit einer allgemeinen Erklärung, die oft zu vage ist, um das Problem sofort zu identifizieren. Umso wichtiger ist es, die Sperrung ernst zu nehmen und schnell zu handeln – professionelle Amazon-Berater helfen, die Ursachen zu erkennen.

Arten von Amazon-Sperren: Verstehen Sie die Schwere

Nicht jede Sperrung ist gleich. Je nach Verstoß verhängt Amazon unterschiedliche Einschränkungen. Hier die häufigsten Formen:

Vorübergehende Sperre (Account Hold)

Die mildeste Form: Amazon pausiert Ihr Konto zur Problemuntersuchung. Neue Listings und Verkäufe sind gesperrt, aber Sie haben weiterhin Zugriff auf Seller Central. Oft kurzfristig aufgehoben, wenn das Problem gelöst ist.

Dauerhafte Sperre

Hier schließt Amazon Ihr Konto endgültig wegen schwerwiegender oder wiederholter Verstöße. Es ist dann äußerst schwierig, eine Wiederherstellung zu erreichen; oft ist die Entscheidung endgültig.

Listungssperre

Manchmal sperrt Amazon einzelne Produktlistings, nicht das ganze Konto. Das betrifft meist problematische Produkte, während der Rest Ihres Kontos regelkonform bleibt.

Unabhängig von der Art der Sperrung: Die Schritte zur Wiederherstellung ähneln sich stets – Sie müssen das Problem verstehen, gezielt lösen und Amazon überzeugend Ihren Lösungsweg darlegen.

Erste Schritte, wenn Ihr Amazon-Konto gesperrt ist

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Amazon-Konto gesperrt wurde, ist die erste Reaktion oft Panik. Doch es gilt, Ruhe zu bewahren und systematisch vorzugehen. Das sollten Sie unmittelbar nach der Benachrichtigung tun:

  1. Prüfen Sie die Mitteilung sorgfältig – Amazon liefert meist zumindest Hinweise auf den Grund. Teils sind diese vage, aber sie enthalten wichtige Anhaltspunkte.
  2. Loggen Sie sich in Seller Central ein; dort finden Sie eventuell weitere Details.
  3. Überprüfen Sie Ihre letzten Aktivitäten, Kennzahlen und etwaige Warnungen vor der Sperrung.
  4. Sammeln Sie alle Daten und Unterlagen, die zur Identifikation und Lösung beitragen können.
  5. Kontaktieren Sie Amazon Support nicht mehrfach zum gleichen Anliegen – das kostet nur Zeit.

Bedenken Sie: Zeit ist entscheidend. Je länger das Konto gesperrt bleibt, desto gravierender die Folgen für Ihr Geschäft und Ihre Amazon-SEO-Positionierung. Handeln Sie schnell, aber gewissenhaft.

Ein häufiger Irrtum: Direkt die Beschwerde bei Amazon einreichen. Ohne genaue Klärung des Sachverhalts und einen klaren Maßnahmenplan schadet das sogar. Analysieren Sie Ihre Situation gründlich, bevor Sie reagieren.

Wie Sie Ihr Amazon-Konto wiederherstellen: Maßnahmenplan (POA)

Der Kern jeder erfolgreichen Wiederherstellung ist ein präziser Maßnahmenplan (POA). Mit diesem Dokument überzeugen Sie Amazon davon, dass Sie das Problem erkannt, gelöst und die richtigen Vorkehrungen getroffen haben. So schreiben Sie einen erfolgreichen POA:

1. Den genauen Sperrgrund ermitteln

Sie müssen das Problem klar identifizieren. Nutzen Sie alle Quellen:

  • Leistungskennzahlen in Seller Central
  • Frühere Hinweise oder Richtlinienverstöße
  • Kundenanfragen und Garantieansprüche
  • Feedback und Bewertungen
  • Relevante Änderungen an Listings oder Geschäftsabläufen

Je genauer Sie die Ursache beschreiben, desto gezielter können Sie reagieren. Professionelle Dienstleister haben Erfahrung darin, vage Sperrbenachrichtigungen zu entschlüsseln.

2. Beschreiben Sie Ihre Problemlösung

Erklären Sie detailliert, wie Sie den Fehler beseitigt haben:

  • Bei schlechtem Kundenservice – wie haben Sie Prozess und Staffing verbessert?
  • Bei Produktproblemen – wie haben Sie Qualitätskontrolle optimiert oder Produkte entfernt?
  • Bei verbotenen Produkten – wie haben Sie den Bestand überprüft und korrigiert?

Bleiben Sie konkret und liefern Sie Nachweise. Allgemeine Phrasen beeindrucken Amazon wenig.

3. Präventive Maßnahmen darstellen

Amazon will wissen, wie Sie künftig ähnliche Fehler verhindern:

  • Neue Qualitätskontrollen
  • Mitarbeiterschulungen oder Umstrukturierung
  • Automatisierte Compliance-Software
  • Regelmäßige Audits
  • Lieferantenverträge mit klaren Standards

Je spezifischer Sie sind, desto glaubwürdiger bleibt Ihr Plan.

4. Bleiben Sie sachlich und fokussiert

Ihre POA muss professionell, faktisch und klar sein. Vermeiden Sie:

  • Emotionale Appelle oder Schilderungen der Auswirkungen
  • Anschuldigungen gegen Amazon, oder Aussagen zur Unfairness
  • Unrelevante Nebensächlichkeiten
  • Kopierte Standardtexte, die Amazon erkennt

Amazon interessiert sich für Fakten und Lösungen, nicht für Gefühle oder Ausflüchte. Verfassen Sie Ihren POA kurz und prägnant.

Ein wirkungsvoller POA ist oft der wichtigste Schritt zur Wiederherstellung des Amazon-FBA-Kontos. Viele Händler setzen daher auf professionelle Unterstützung.

Beschwerde einreichen: Zeitrahmen und Ablauf

Mit Ihrem vorbereiteten Maßnahmenplan ist Zeit für die Beschwerde. Je nach Sperrungstyp variiert das Verfahren leicht – in der Regel läuft es so ab:

Wie das Beschwerdeverfahren läuft

Es gibt meist zwei Wege:

  1. Über Seller Central: Login, dann unter “Leistung” > “Leistungsmitteilungen” die Sperre suchen und “Beschwerde” klicken.
  2. Per E-Mail: In manchen Fällen gibt Amazon eine E-Mail-Adresse vor. Folgen Sie den Anweisungen exakt.

Vergessen Sie nie, Verkäufer-ID und zugehörige Fallnummern anzugeben. So landet die Beschwerde direkt beim richtigen Team.

Zeit ist entscheidend

Wann Sie die Beschwerde einreichen, kann das Ergebnis beeinflussen:

  • Reichen Sie keinen unfertigen POA ein – lieber gründlich und komplett, dafür 1–2 Tage später abschicken.
  • Warten Sie aber nicht zu lange – ideal: innerhalb 5–7 Tage ab Sperrmitteilung.
  • Keine Einreichung am Wochenende oder US-Feiertagen – das verzögert die Bearbeitung.

Viele fragen sich: Wie lange dauert die Amazon-Sperre? Meist reagieren sie in 48–72 Stunden auf einen guten Antrag; komplexe Fälle dauern länger.

Nachverfolgung der Beschwerde

Nach Eingang der Beschwerde: Geduld, aber aktiv bleiben!

  • Warten Sie mindestens 7 Tage auf Antwort.
  • Nach einer Woche ohne Reaktion: höflich via Seller Central nachfragen.
  • Halten Sie Ihre Nachfragen professionell und senden Sie keine Mehrfachanfragen zum gleichen Thema.

Amazon erhält Tausende Beschwerden täglich. Ihr Antrag überzeugt durch Professionalität und Substanz.

Professionelle Hilfe: Service zur Wiederherstellung von Amazon-Konten

Für viele Verkäufer ist eine Amazon-Sperre alleine kaum zu bewältigen. Hier helfen spezialisierte Dienstleister bei der Wiederherstellung und steigern Ihre Erfolgschancen deutlich.

Was bieten spezialisierte Dienstleister?

Spezialisten bieten Unterstützung während des gesamten Prozesses:

  • Analyse der Sperrmitteilung und Seller-Central-Daten zur exakten Ursachenbestimmung
  • Erstellung eines professionellen, maßgeschneiderten Maßnahmenplans
  • Hinweise zu allen benötigten Nachweisen und Dokumenten
  • Unterstützung bei Nachverfolgung & Kommunikation mit Amazon
  • Langfristige Strategien zur Vermeidung erneuter Sperren

Besonders sinnvoll ist das bei komplexen Sperrungen, wiederholten Problemen oder bereits abgelehnten Beschwerden.

Die Vorteile einer Zusammenarbeit

Mit einer Amazon-Agentur oder Experten profitieren Sie von:

  • Erfahrung: Hunderte bis tausende Fälle – Man weiß, was funktioniert.
  • Objektivität: Ein neutraler Blick auf die Problemlage.
  • Zeitersparnis: Schnelle Erstellung eines professionellen POA.
  • Höhere Erfolgsquote: Viele berichten von 75–90% Erfolg, deutlich mehr als bei Eigeninitiative.

Auch wenn Kosten entstehen, ist dies angesichts des möglichen Umsatzverlusts oft lohnend.

Worauf Sie achten sollten

Nicht jeder Anbieter ist gleich. Darauf sollten Sie achten:

  • Nachweisliche Erfahrung mit Amazon-Sperren (nicht nur Amazon-Beratung allgemein)
  • Positive Bewertungen und Referenzen
  • Transparente Preise und Konditionen
  • Persönliche Beratung statt 08/15-Lösungen
  • Realistische Erwartungen – Vorsicht bei Erfolgsgarantien

Der richtige Dienstleister nimmt sich Zeit für Ihre Lage, erklärt den Prozess und ist ehrlich bezüglich Ihrer Erfolgschancen.

Nach Wiederherstellung Ihres Amazon-Kontos: Die nächsten Schritte

Die Nachricht über die Wiederherstellung ist meist eine große Erleichterung. Doch nun beginnt die eigentliche Arbeit – jetzt gilt es, Verstöße dauerhaft auszuschließen.

Direkte Schritte nach Wiederfreischaltung

Überprüfen Sie direkt:

  1. Alle Produktlistings auf Richtlinienkonformität
  2. Vereinbarte Maßnahmen aus dem POA unbedingt umsetzen
  3. Leistungskennzahlen regelmäßig prüfen und Probleme sofort beheben
  4. Kundenbewertungen und Feedback ständig überwachen
  5. Zukünftige Richtlinienänderungen im Auge behalten

Amazon beobachtet reinstaurierte Konten besonders kritisch. Bleiben Sie konsequent regelkonform.

Langfristige Strategie: So vermeiden Sie zukünftige Sperren

Damit Sie nicht erneut vor der Frage stehen “Was, wenn mein Amazon-Konto wieder gesperrt wird?”, empfiehlt sich:

  • Regelmäßige Audits von Produkten, Listings und Kontostatus
  • Tägliche Überwachung der Leistungskennzahlen mit schnellem Gegensteuern
  • Investition in Amazon-Kurse zu Richtlinien und Best-Practices
  • Starke Qualitätskontrolle für alle Produkte
  • Schnelle Bearbeitung von Kundenanfragen und -problemen
  • Zusammenarbeit mit einem Amazon-Experten für laufende Optimierung

Mit proaktivem Vorgehen reduzieren Sie das Sperrrisiko und stärken die Nachhaltigkeit Ihres Geschäfts.

Nutzen Sie Ihre Erfahrung

Auch wenn eine Sperre herausfordernd ist, kann sie eine wertvolle Lernchance sein:

  • Dokumentieren Sie Probleme und Lösungen für die Zukunft
  • Schaffen Sie Team-Bewusstsein für die Bedeutung von Compliance
  • Nutzen Sie die Erfahrung zur Prozessverbesserung und Stärkung des Unternehmens
  • Analysieren Sie, welche Warnzeichen Sie ggf. übersehen haben

So kann aus einer Krise eine nachhaltige Verbesserung Ihrer Amazon-Präsenz entstehen.

Vorbeugen von Kontosperrungen: Proaktive Strategien

Der beste Schutz gegen eine Amazon-Sperrung ist es, sie gar nicht erst aufkommen zu lassen. Mit diesen Strategien minimieren Sie das Risiko deutlich:

Richtlinien kennen und einhalten

Amazon hat klare Richtlinien zu Produktqualität und Kundenerlebnis. Wichtig ist:

  • Lesen und verstehen Sie alle relevanten Vorgaben für Ihr Produktsortiment
  • Bleiben Sie durch Seller Central über Änderungen informiert
  • Bauen Sie interne Kontrollprozesse auf
  • Schulen Sie Ihr Team zu Amazon-Regeln und -Verstößen

Richtlinien werden laufend aktualisiert. Viele Händler nutzen dazu Newsletter & Experten.

Kennzahlen zur Kontogesundheit überwachen

Das Dashboard zeigt zentrale Kennzahlen. Regelmäßiges Prüfen erkennt Probleme frühzeitig:

  • Mindestens wöchentliche, besser tägliche Kontrolle des Dashboards
  • Warnhinweise und negative Entwicklungen sofort adressieren
  • Schlechte Trends früh bemerken und stoppen

Achten Sie besonders auf Kundenzufriedenheitswerte wie Fehlerquote, Lieferpünktlichkeit etc.

Robuste Qualitätskontrolle implementieren

Produktqualität ist entscheidend:

  • Muster aus jeder Lieferung prüfen
  • Qualitätsprozesse dokumentieren als Nachweis der Sorgfalt
  • Mit Lieferanten klare Standards vereinbaren – Kontrolle sicherstellen
  • Reklamationen direkt bearbeiten
  • Neue Produkte ggf. zunächst mit Werbung im kleinen Rahmen testen

Bereits wenige mangelhafte Produkte können zur Sperre führen, insbesondere wenn Sicherheitsprobleme auftreten.

Exzellenter Kundenservice

Der Kundenservice ist ein zentraler Bewertungsfaktor:

  • Alle Anfragen in 24h – besser schneller – beantworten
  • Großzügige Lösungen bei Problemen anbieten
  • Kunden bei Problemen proaktiv ansprechen
  • Rezensionen permanent überwachen
  • Negative Rezensionen stets sachlich und lösungsorientiert behandeln

Exzellenter Kundenservice ist nicht nur Sperr-Prävention, sondern ein Erfolgsfaktor für Amazon Marketing.

Amazon-Sperrpolitik – Das sollten Sie wissen

Das Verständnis von Amazons Vorgehen hilft Ihnen sowohl, Sperren zu vermeiden als auch angemessem damit umzugehen. Hier die wichtigsten Aspekte:

Das inoffizielle “Dreimal-auffallen-Prinzip”

Amazon bestätigt zwar kein offizielles System, aber Händlerberichten nach gibt es meist drei Stufen vor der Kontosperre:

  • Erste Warnung: Hinweis auf ein einzelnes Problem
  • Zweite Warnung: Ermahnung, dass weitere Vorfälle zur Sperre führen
  • Dritter “Strike”: Konto- oder Listungssperre

Allerdings: Bei gravierenden Verstößen kann Amazon sofort sperren.

Wie Amazon Beschwerden prüft

Ihre Beschwerde bewertet Amazon anhand folgender Faktoren:

  • Klarheit und Tiefe Ihrer Ursachenanalyse
  • Qualität & Umsetzbarkeit Ihrer Maßnahmen
  • Nachhaltigkeit Ihrer Prävention
  • Ihre bisherige Compliance-Historie
  • Schwere des zugrundeliegenden Verstoßes

Amazon legt Wert darauf, dass Sie erkennen, warum die Regelverletzung passierte – und wie Sie das künftig verhindern.

Folgen einer Amazon-Sperrung

Das bedeutet die Sperre konkret:

  • Umsatzstopp: Kein Verkauf mehr auf Amazon
  • Zurückbehaltene Gelder: Amazon hält Ihre Einnahmen bis zu 90 Tage zurück
  • Entfernte Produkte: Angebote verschwinden aus der Suche
  • Eingeschränkter Zugriff: Seller Central weiter verfügbar, aber nur limitiert
  • Lagerbestand: Für FBA-Händler stellt sich die Frage, was mit Beständen in Amazons Logistikzentren passiert

Ein Notfallplan für den Sperrfall ist damit Pflicht.

Bearbeitungszeiten bei Beschwerden

Wie lange dauert die Sperre? Je nach Fall:

  • Eindeutiger, klar begründeter POA: 48–72 Stunden
  • Komplexe Fälle/mehr Unterlagen nötig: 1–2 Wochen
  • Schwere oder wiederholte Verstöße: mehrere Monate oder endgültige Sperre

Ein guter Antrag beschleunigt alles erheblich – bei Unsicherheit sollten Sie professionelle Hilfe erwägen.

Spezialfälle: Komplexe Sperrszenarien

Manche Sperrungen sind besonders komplex und erfordern spezielle Wege. Typische Herausforderungen:

IP-bezogene Sperren

Ansprüche wegen Marken- oder Urheberrecht sind am schwierigsten:

  • Prüfen Sie, ob der Anspruch berechtigt ist
  • Bei Autorisierung (z.B. offizieller Vertrieb) entsprechende Nachweise bereitstellen
  • Wenn möglich: Kontaktaufnahme mit dem Rechteinhaber zur Rücknahme des Anspruchs
  • Wenn unberechtigt gelistet: Produkt entfernen und POA anpassen

Oft benötigen Sie juristische Beratung.

Mehrfachkonten-Sperre

Sind mehrere Konten betroffen:

  • Jedes Konto einzeln bearbeiten und begründen
  • Transparenz zeigen, falls noch nicht bei Amazon bekannt
  • Zulässigkeitsgrund offenlegen (z.B. internationale Märkte)

Amazon akzeptiert mehrere Konten generell nur mit expliziter Genehmigung.

Wiederholungstäter

Wird Ihr Konto erneut gesperrt:

  • Vorherige Sperre offen ansprechen
  • POA entsprechend weiterentwickeln
  • Umfassenderer, noch gezielterer Maßnahmenplan
  • Erwägen Sie professionelle Unterstützung, da es immer schwieriger wird

Je öfter Sie gesperrt werden, desto skeptischer bewertet Amazon Ihre Beschwerden.

Wenn Ihr Einspruch abgelehnt wird

Wird Ihre Beschwerde abgelehnt:

  • Prüfen Sie den Ablehnungsgrund genau
  • Passen Sie den POA konkret auf die Rückmeldung an
  • Ergänzen Sie spezifische Informationen und Nachweise
  • Überlegen Sie einen völlig neuen Ansatz
  • Spätestens jetzt: professionelle Hilfe erwägen

Mehrfaches Nachreichen ist möglich, aber jede weitere Beschwerde muss deutlich besser sein als die letzte.

Alternative: Kann Amazon dauerhaft sperren?

Viele Sperren lassen sich durch ein Einspruchsverfahren beheben – aber Amazon kann auch dauerhaft schließen. Was tun im Ernstfall?

Juristische Wege

In Extremfällen ziehen Händler rechtliche Schritte in Betracht:

  • Fachanwalt für E-Commerce/Amazon-Kanzlei zu Rate ziehen
  • Prüfen, ob Amazon gegen eigene Richtlinien oder Verträge verstößt
  • Beachten: Prozesse sind teuer und selten erfolgreich

Klagen sind wirklich der letzte Ausweg.

Neues Konto eröffnen?

Viele versuchen nach dauerhafter Sperre ein neues Konto zu eröffnen. Aber das ist ein Verstoß gegen die Richtlinien und führt zu:

  • Sofortiger Sperrung des neuen Kontos
  • Dauerhafte Amazon-Sperre auf allen Konten
  • Evtl. Einfrieren aller Guthaben

Amazon erkennt verbundene Konten technisch sehr schnell!

Auf andere Kanäle fokussieren

Wenn die Wiederherstellung endgültig gescheitert ist, empfehlen sich alternative Absatzkanäle:

  • Eigener Onlineshop aufbauen
  • Andere Marktplätze wie eBay, Walmart oder Etsy prüfen
  • Groß- oder B2B-Handel forcieren
  • Internationale Plattformen testen, falls Sperre regional ist

Selbst eine dauerhafte Amazon-Sperre ist nicht das Ende; viele Firmen bauen bewusst auf mehrere Standbeine.

Das Wichtigste zusammengefasst: Was tun bei Amazon-Sperre?

Eine Amazon-Sperre kann wie das Ende Ihres Geschäfts wirken – doch mit der richtigen Strategie schaffen es viele, Konten zurückzubekommen und gestärkt zurückzukehren. Die wichtigsten Schritte im Überblick:

  1. Ruhe bewahren und professionell bleiben – Panik und Wut bringen Sie nicht weiter
  2. Sperrgrund analysieren – Verstehen Sie genau, warum es zur Sperre kam
  3. Sorgfältigen Maßnahmenplan erstellen – Ursachen, Lösungen und Prävention ausführlich darlegen
  4. Beschwerde einreichen – Folgen Sie exakt dem Amazon-Verfahren, liefern Sie alle Nachweise
  5. Professionell nachfassen – Erst nach angemessenem Zeitraum erneut nachfragen
  6. Maßnahmen umsetzen – Halten Sie alle im POA versprochenen Änderungen nach Wiederherstellung ein
  7. Langfristige Strategie entwickeln – Um erneutem Sperrrisiko vorzubeugen

Zwar ist der Prozess herausfordernd, aber Tausende Verkäufer erhalten ihre Konten jeden Monat mit guten Beschwerden und Compliance wieder.

Für viele wird aus der Sperre ein wertvoller Lernprozess, der ihr Business langfristig stärkt. Mit den richtigen Schritten – und gegebenenfalls fachlicher Hilfe – können auch Sie die Herausforderung meistern und Ihr Amazon-Business weiter ausbauen.

Benötigen Sie fachliche Unterstützung beim Umgang mit einer Sperre oder möchten Sie solche künftig vermeiden? Das WeMarket-Team aus Amazon-Experten hilft Ihnen bei der Wiederherstellung und dem Aufbau solider Prozesse für Ihren Erfolg.

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