Suchmaschinenwerbung (SEA) und Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind zwei zentrale Säulen deiner digitalen Marketingstrategie. Zu oft sehen wir, dass diese Bereiche getrennt voneinander agieren und dabei wertvolles Wachstumspotenzial verschenkt wird. Die Kombination von organischen und bezahlten Suchergebnissen bietet zahlreiche unterschätzte Vorteile. Hier zeige ich dir Chancen und gebe praxisnahe Tipps, wie du SEA und SEO erfolgreicher verbindest.
Grundlagen von SEA & SEO
SEA steht für bezahlte Suchergebnisse, während SEO dich in den organischen Suchergebnissen nach vorne bringt – wie im nächsten Beispiel:

Das Beispiel zeigt eine Markensuche: Du solltest ganz oben stehen – sowohl bei bezahlten als auch organischen Suchergebnissen. Der Unterschied ist hier besonders deutlich.
Organische Suchergebnisse kosten theoretisch nichts. Wie hoch dein Ranking bei Google ist, hängt von der Relevanzbewertung ab. Es kann dauern, bis deine Seite auf der SERP (Search Engine Results Page) vorne landet.
SEA bedeutet bezahlte Suchergebnisse: Du bekommst sofort Traffic für ausgewählte Keywords per Google Ads und zahlst pro Klick. Der Klickpreis schwankt je nach Marktsituation.
Warum ist die Synergie so wichtig?
Beide Kanäle haben eigene Anforderungen, oft betreuen sie sogar verschiedene Expert:innen. Dennoch lohnt es sich, beide zu verstehen.
Google misst die Qualität hauptsächlich an Relevanz. Für Top-Rankings müssen Anzeigen wie Inhalte zielgenau auf Nutzer abgestimmt sein – egal ob SEO oder SEA. Die Learnings aus beiden Seiten fördern die gesamte Suchstrategie.
Als SEA-Profi solltest du wissen, welche Landingpages und Keywords organisch bereits gut laufen – das optimiert deine Anzeigen. Im Gegenzug lernst du bei Google Ads, welche Anzeigentexte und Keywords besonders gut performen und kannst diese gezielt im SEO nutzen.
Durch gleichzeitige Sichtbarkeit in beiden Bereichen erreichst du mehr: erstens belegst du mehr Fläche in den Suchergebnissen; zweitens schafft doppelte Präsenz Vertrauen und erhöht die Chance auf einen Klick, siehe z. B. dieses iPhone-Case Beispiel:

Wie du noch mehr Sichtbarkeit bei Google erhältst, liest du hier: So sicherst du dir vier Positionen auf Googles erster Seite
Google Ads Qualitätsfaktor
Jedes Keyword bekommt bei Google Ads einen Qualitätsfaktor, der misst, wie relevant deine Anzeige ist. Er beeinflusst den Klickpreis und errechnet sich aus:
- erwartete Klickrate (CTR)
- Nutzererlebnis auf der Landingpage
- Anzeigenrelevanz
Gerade beim SEO ist die Landingpage entscheidend: Google bewertet Inhalt, Text und Geschwindigkeit. SEO-Maßnahmen helfen, die Werbekosten zu senken.
Wie stark beeinflusst der Qualitätsfaktor den Preis?
Einen groben Eindruck der möglichen Einsparungen zeigt diese Grafik:

Grün bedeutet niedrigere Klickpreise, schwarz zeigt Steigerungen. Der Score sollte möglichst hoch sein (siehe oben: CTR, Landingpage, Relevanz).
Die Werte sind nur bedingt aktuell – neuere Analysen relativieren sie. Mehr dazu HIER
Für einen tieferen Einstieg empfehle ich diese Artikel meiner Kollegen:
Synergie-Lücken finden – so geht’s
Die Synergie ist wichtig – jetzt solltest du mögliche Schwachstellen analysieren. Das geht einfach über Google-Daten.
Exportiere aus Google Ads, für welche Keywords du organisch, bezahlt oder gleichzeitig sichtbar bist. Voraussetzung: Die Google Search Console ist verbunden. Hier die Schritte:
1. Logge dich in Google Ads ein
2. Gehe auf Berichte > Vorgefertigte Berichte > Basis > Bericht bezahlt & organisch

3. Zeitraum wählen, Excel-Datei herunterladen

4. Datei in Excel öffnen, Daten markieren und Pivot-Tabelle erstellen
- Mit OK die Standard-Einstellungen benutzen

5. Tabelle wie folgt ausfüllen:

6. Das Ergebnis sieht jetzt so aus:

Das Set-up kannst du beliebig anpassen.
Jetzt siehst du auf Kampagnenebene, wo du nur bezahlt, nur organisch oder bei beiden angezeigt wirst. Daraus erkennst du, bei welchen Keywords eine Optimierung die Synergie stärkt.
Man denkt oft, für starke organische Keywords brauche es keine Ads. Doch pausierst du Ads, sinkt die Gesamtsichtbarkeit und du verlierst Doppeleffekte. Alternativ kann das Gebot für Top-Keywords gesenkt werden, um dennoch doppelt zu erscheinen. Letztlich hängt alles von Budget, Konkurrenz und Strategie ab.
Fazit
Mit wenigen Schritten bringst du SEO und SEA zusammen. Starte mit den Grundlagen, gleiche Keywords ab und nutze Synergien konsequent für mehr Klicks, geringere Kosten und bessere Conversion Rates.
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