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Was kostet es, über Amazon zu verkaufen?

Das kostet die Amazon-Verkaufsoptionen: Gebühren, Provisionen & typische Händlerausgaben im Überblick.

14 Jän 20255Min. LesezeitAnders Stokholm JessenAnders Stokholm Jessen

Mit dem bevorstehenden Amazon-Start in Dänemark werden wir oft gefragt: „Was kostet es, über Amazon zu verkaufen?“

Wer Produkte auf Amazon verkaufen möchte, hat zwei Möglichkeiten:

  1. Amazon als Marktplatz nutzen
  2. Fulfilment by Amazon Kunde werden

Wählen Sie Möglichkeit eins, laden Sie Ihre Produkte hoch und kümmern sich um Lager, Versand, Kundenservice und Retouren selbst.

Sie möchten Aufgaben abgeben und ggf. Kosten sparen? Dafür gibt es Fulfilment by Amazon (FBA).

Das heißt: Sie liefern Ihre Produkte in ein Amazon-Fulfillment-Center (z. B. Berlin). Amazon übernimmt Verpackung, Versand, Service und Retouren.

Zur besseren Übersicht sind beide Wege nachfolgend getrennt erläutert.

Hinweis: Alle Preise zzgl. MwSt. und basieren auf Amazon.co.uk.

1. Amazon als Marktplatz nutzen

Beim Verkauf auf Amazon fällt pro Produkt eine Vermittlungsgebühr an.

Das ist die Provision, die Amazon einbehält.

Die Vermittlungsgebühr richtet sich nach Kategorie.

Beispiel: Computer 7%, Computerzubehör 12%.

Amazon kennt 30 Kategorien – Gebühren: 5% bis 45%.

Ohne Kategorie: pauschal 15% (Quelle).

Die Gebühren werden auf Produktpreis inkl. Versand gerechnet.

Beim Amazon-Marktplatz gibt es zwei Modelle: Basic und Pro.

Basic

Basic eignet sich für Händler mit weniger als 35 Verkäufen/Monat.

Keine fixe Monatsgebühr, aber höhere Gebühren pro Produkt.

Bei Amazon.co.uk gibt es einen Zuschlag von £0,75.

Pro

Pro ist für Verkäufer mit mehr als 35 Verkäufen/Monat. Es gibt eine Monatsgebühr plus Vermittlungsgebühr.

Bei Amazon.co.uk kostet Pro £39 pro Monat.

Faustregel: Ab 34 Bestellungen im Monat lohnt sich das Pro-Modell.

Fulfilment by Amazon

Fulfilment by Amazon (FBA) ist Amazons Lösung zum Outsourcing von Lager, Versand und Retouren.

Als FBA-Kunde ist Verkaufen besonders einfach.

Die FBA-Kosten bestehen aus:

  1. Fulfilment Fee (Versand & Handhabung)
  2. Lagergebühr
  3. Optionale Services

Fulfilment Fee

Die Fulfilment Fee ist ein Betrag pro Artikel.

Sie hängt ab von:

  • Produkttyp
  • Größe
  • Gewicht

Komplette Versandpreisliste als PDF hier.

Lagergebühr

Als FBA-Kunde lagern Sie Ihre Produkte in Amazons Lager. Kosten fallen je Kubikfuß/Monat an.

Januar–September: £0,65/Kubikfuß/Monat.
Oktober–Dezember: £0,91/Kubikfuß/Monat.

Optionale Services

Über Standardlogistik hinaus bietet Amazon über FBA folgende Zusatzleistungen:

  • Rückversand
  • Produktentsorgung
  • Etikettierung
  • Zusatzverpackung
  • Transparente Verpackung (z. B. für Zoll)

Beispielrechnung für Amazon-Verkauf

Rechnen wir gemeinsam:

Sie starten mit Basic + FBA, Firmensitz und Kunde sind in England.

  • T-Shirt inkl. Verpackung: 180 g
  • Maße: 33 × 23 × 5 cm
  • Preis: £10
  • Kunde zahlt £2 Versand, kein Prime.
  • Kauf im Mai

Vermittlungsgebühr:

Endpreis T-Shirt + Versand: £12
Vermittlungsgebühr = 15 %
Gebühr = £1,80
+ Basic-Zuschlag: £0,75
Summe: £2,55

FBA-Gebühr:

Ohne FBA müssten Sie alles selbst machen. Mit FBA übernimmt Amazon.

Aber was kostet das? Laut Gebührentabelle:
Das T-Shirt unter 250g als großer Brief = £1,62 Fulfilment Fee.

Lagergebühr? Das T-Shirt belegt Lagerplatz, Gebühr pro Stück: £0,0845.

Gesamtkosten:

Vermittlung: £2,55
FBA: £1,62
Lager: £0,0845
Gesamtkosten = £4,2545
(ca. 36 DKK)

Ab >35 Einheiten/Monat lohnt das Pro-Modell. Sie sparen £0,75 je Verkauf bei fixer Monatsgebühr.

Dieser Betrag verteilt sich dann auf alle Verkäufe.

Lohnt sich Fulfilment by Amazon?

Vergleichen Sie die eigenen Kosten für Lager, Versand, Retouren, Handling usw.

Oft lohnt sich FBA – Sie können sich auch besser aufs Kerngeschäft konzentrieren.

Sie wollen ohne teure Fehler starten? Hören Sie unseren Amazon-Leiter Jens im Podcast.

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