Möchtest du, dass deine kleine Website auf Google besser gefunden wird?
Wenn deine Seite maximal 500 Unterseiten hat, kannst du sie kinderleicht und kostenlos mit dem Tool Screaming Frog auf SEO-Fehler prüfen. In diesem Beitrag erkläre ich, wie du deine Website auf die drei wichtigsten SEO-Fehler untersuchst und behebst.
Für die besten Platzierungen bei Google benötigt deine Website ein starkes Fundament. Das besteht aus verschiedenen Bausteinen (Parametern), die zusammen deine Seite formen. Der Google-Algorithmus bewertet die Qualität deiner Website und entscheidet, wie weit oben sie rankt. Ist deine Seite gut strukturiert, erzielst du bessere Rankings – und profitierst mehr von deinem Linkbuilding.
Ist die Struktur nicht optimal, sinkt die Sichtbarkeit bei Google. Dann bekommst du weniger Besucher und als Onlineshop verdienst du auch weniger.
Mehr als 200 Parameter
Der Google-Algorithmus bewertet über 200 verschiedene Parameter, um das Ranking festzulegen. Das ist viel mehr, als wir hier besprechen können. Um wirklich alle SEO-Potenziale zu nutzen, brauchst du Geduld und Ausdauer. Es kann überwältigend wirken – aber jeder Schritt bringt dich voran! Mit den Tipps in diesem Artikel machst du auf jeden Fall den ersten Schritt – und lernst ein starkes SEO-Tool kennen. 🙂
So crawlst du deine Seite mit Screaming Frog
Du kannst Screaming Frog hier herunterladen. In der kostenlosen Version kannst du bis zu 500 Seiten analysieren.
Nach der Installation kannst du mit dem Crawling starten.
So lässt du deine Seite von Screaming Frog crawlen
- Kopiere die Startseiten-URL aus deinem Browser.
- Füge die Adresse in Screaming Frog ein.
- Klicke auf „Start“ und warte, bis der Crawl zu 100% abgeschlossen ist.

Sobald der Crawl beendet ist, kannst du deine Website auf SEO-Fehler überprüfen.
#1 Seitentitel
Der Seitentitel ist entscheidend für die Platzierung deiner Seite in den Ergebnissen. Meist gibt es viele Unterseiten – daher ist nicht nur der Titel der Startseite wichtig, sondern die Titel aller Seiten.
Beispiel:
Ein Onlineshop für Schuhe – nennen wir ihn skotildig.dk – hat viele Kategorien. Zum Beispiel:
- skotildig.dk/sandaler
- skotildig.dk/klipklappere
- skotildig.dk/stoevler
Und auch Unterkategorien, etwa:
- skotildig.dk/stoevler/vinterstoevler
- skotildig.dk/stoevler/sommerstoevler
Dazu kommen noch einzelne Produkte, z. B.:
- skotildig.dk/bootstar-comfort-400
Alle Seiten und Produkte brauchen relevante, einzigartige Seitentitel – so erkennen Google und Nutzer sofort, worum es geht. Hier hilft Screaming Frog, weil du schnell sehen kannst, wo Probleme bestehen.
Fehlende Seitentitel
- Klicke auf den Tab „Page Titles“
- Filtere nach „Missing“

Sind hier Seiten gelistet, die gefunden werden sollen, ergänze die Titel. Optimierungstipps gibt’s am Ende des Abschnitts. Sind keine Seiten aufgeführt, ist alles in Ordnung.
Doppelte Seitentitel
Prüfe nun, ob Seiten identische Titel haben. Verschiedene Unterseiten dürfen nie denselben Titel aufweisen. Doppelte Titel sorgen für Verwirrung – Google nutzt den Seitentitel, um festzulegen, für welche Keywords eine Seite ranken soll. Wenn z. B. zwei Seiten „Winterstiefel für Herren – Spitzenqualität zu kleinen Preisen“ heißen, weiß Google nicht, welche angezeigt werden soll.
So prüfst du auf doppelte Titel mit Screaming Frog
- Klicke auf „Page Titles“
- Filtere nach „Duplicate“

Erstellt Screaming Frog eine Liste, überprüfe sie genau. Seiten, die gefunden werden sollen, brauchen jeweils einen individuellen Titel.
Seitentitel optimieren – so geht’s
Erstelle einen kurzen Titel, der:
- Nutzer anspricht, die nach deinem Angebot suchen.
- Google klar zeigt, dass deine Seite zur Suchanfrage passt.
Beispiel für ein Google-Suchergebnis:

Zum Testen kannst du dieses Tool verwenden. Es zeigt Zeichenanzahl und wie dein Snippet bei Google aussieht.
Tipp: Google liest von links nach rechts. Platziere das wichtigste Keyword – z. B. „Winterstiefel“ – möglichst weit links.
Ist der Titel fertig, trage ihn ins CMS deiner Website ein.
#2 Fehlende Meta-Descriptions
Meta-Beschreibungen sind wichtig, weil sie – wie der Titel – Nutzer zum Klicken einladen. Prüfe, ob sie fehlen:
- Klicke auf „Meta Description“
- Filtere nach „Missing“

Willst du für diese Seiten Besucher gewinnen, optimiere die Meta-Beschreibungen.
Meta-Descriptions optimieren – so geht’s
Auch hier hilft dieses Tool: Es zeigt, wie die Description bei Google aussieht und wie viel Platz du hast.
Die Description erscheint so:

Tipp: Das Keyword unbedingt aufnehmen. Sucht ein Nutzer z. B. nach „winterstiefel“, wird es fett dargestellt.
Bist du mit dem Text zufrieden, füge ihn im CMS deiner Seite ein.
#3 H1-Überschriften
Google (und deine Besucher) erkennen an der Hauptüberschrift, worum es geht. Jede Unterseite sollte eine eigene H1-Überschrift (im HTML-Code als H1 markiert) haben. In modernen CMS kannst du einfach das Format „H1“ wählen.
Fehlende H1-Überschriften
So prüfst du, auf welchen Unterseiten keine H1 vorhanden ist:
- Klicke auf den „H1“-Tab
- Wähle „Missing“

Möchtest du mit Seiten ohne H1 ranken, solltest du die H1 ergänzen. Oft gibt es schon eine sichtbare Überschrift – dann diese als „H1-Überschrift“ formatieren. Spart Zeit. Tipps zum Optimieren am Ende des Abschnitts.
Doppelte H1-Überschriften
- Klicke auf „H1“
- Filtere nach „Duplicate“

Mehrere Seiten mit derselben H1 verwirren Google: Welche ist die wichtigste? Beispiel: Zwei Seiten heißen „Winterstiefel“ – Google weiß nicht, welche ranken soll.
Werden solche Seiten im Report angezeigt, optimiere die H1 individuell.
H1-Überschriften optimieren – so klappt’s
Jede H1 sollte einzigartig sein und das wichtigste Keyword enthalten. Google liest auch von links nach rechts. Also: Keyword möglichst weit links einbauen! Beispiel: „Winterstiefel für Kinder & Erwachsene“.